| ANDREA SODOMKA
„Bild-Ton-Raum" Ein Porträt
Mit „Bild-Ton-Raum" kann man das Wirkungsfeld der Künstlerin Andrea Sodomka kurz und wie ein Markenzeichen beschreiben. Mit Bild ist vorwiegend das fotografische Bild gemeint, mit Ton fast alles nur nicht Musik und mit Raum ihre permanente Bezugnahme auf den Raum, ob dies nun ein Kunst am Bau Projekt ist, eine Arbeit im öffentlichen Raum oder ein Netzprojekt im virtuellen Raum.Schon vom Studium her standen bei Andrea Sodomka die Zeichen auf „crossover", wie man das heute bezeichnet, denn sie studierte parallel an der Hochschule für angewandte Kunst und an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, beides in Wien. Dass sie schlussendlich im Netz der Netze, dem Internet landen würde, zeichnete sich ebenfalls ab, denn an der Musikhochschule studierte sie am Institut für Elektroakustik an der Angewandten bei Tasquil, Oberhuber, Cramelle – was soviel wie Theoriebildung, Kommunikation, Zeichen im Raum heißt, denn dafür könnte man die angesprochenen Professoren wieder kurz charakterisieren.Im virtuellen Raum lassen sich kreative Ideen unmittelbar von einem in ein anderes Medium übersetzen und das schien das Interesse dieser Künstlerin von Anfang an gewesen zu sein.Fangen wir bei der Fotografie an, denn zuerst verortete man sie im Fotokunstkontext. Ich kenne eigentlich nur Arbeiten mit denen sie auf den Raum Bezug nahm, oder den Raum als Ausgangspunkt für ein eher mathematisches Resultat von Reihungen, die Bildfragmente wurden wie Töne zum Stück komponiert. Schon früh gab es Raster, das Spiel mit den Bildpunkten und Übersetzungen von Raumgrößen und Raumausschnitten, das was man zu sehen bekam war eigentlich immer ein Konstrukt. Aus schwer nachvollziehbaren Gründen, sind diese strengen Muster dennoch von einer Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit, ganz so als ob es einfach ein Abbild wäre, von etwas das wir kennen. Letztlich ist es das ja auch, nur nicht so wie man es mit freiem Auge sehen kann.Eine ähnliche Vorgangsweise zeichnet sich auch bei Tonarbeiten ab, das Interesse zielt auf Geräusche die im Raum aufgefangen wurden und dann transformiert, ein Interesse besteht aber auch an „Sprachmusiken", der Art und Weise wie Menschen unter bestimmten Umständen sprechen, oder wie dies durch die ein- oder andere Technologie verändert herüberkommt. Töne verorten in Landkarten, das ist dann wieder der Weg zurück zum Visuellen und derartige Arbeiten teilt Andrea Sodomka gern mit andern Künstlern – also Netzprojekte vernetzen nicht nur visuelle und akustische Phänomene, sondern auch Künstler verschiedener Sparten und Länder.Andrea Sodomka denkt auch in anderen Räumen, als in denen die vorgegeben zu sein scheinen; da geht es längst nicht mehr um crossover, bei der Arbeit „Alien City" wurde eine sich permanent verändernde Stadt im Cyberspace konstruiert, in der es vor allem keine Ausländer gibt, weil das Bürgerrecht auch gleich neu erfunden wurde.Mit dieser weiten Basis an Ausbildungen, einer Praxis bei Kunst am Bau Projekten, Radiokunst, und Projekten in diversen öffentlichen Räumen, ist sie nun bei „alien productions", einer Plattform für Projekte in unterschiedlichen Medien, die sie gemeinsam mit einigen Künstlern realisiert, gut aufgehoben. Die „alien productions" findet man im Kreise gleichgesinnter Webprodukte unter www.alien.mur.at
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