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Gillian Wearing arbeitet schon längere Zeit mit den Spannungsfeldern im familiären Bereich. Die britische Künstlerin suchte für die aktuelle Ausstellung in der Galleria Civica nach einer "typischen" Familie aus Trento für das Monument. Daneben reflektiert sie auch ihre eigene Familiengeschichte, indem sie hinter die Masken all ihrer Familienangehörigen schlüpft, von der Schwester bis zum Großvater. Auch zurück in ihre eigene Zeit als Teenager bewegt sich die Künstlerin, die aus den Latexmasken mit den eigenen Augen herausschaut. Das über so lange Zeit "intakte" Verhältnis zu Familie bröckelt nun auch in Italien, viele Sigles, Paare ohne Kinder, haben eine Realität geschaffen, mit der es nicht leicht ist umzugehen, zwischen den Wunschbildern und der Wirklichkeit klafft inzwischen ein tiefer Graben, um den eigentlich nur herumgeredet wird. Insoferne hat Gillian Wearing ein heißes Eisen angefaßt, das zwar überall als Problemzone gilt, vor Ort aber besonders. |