SHARP CHIC

Mode im Dialog mit Kunst, hat im Freiraum/quartier21 bis 19. April, ein irritierendes, aufregendes Ambiente erschaffen. In Einzelteile und Zuordenbarkeit zu den beteiligten Künstlern war das Konzept von Angelika Höckner und Gerald Moser (Wunderkammer) nur schwer zu bringen, was möglicherweise die Wunderkammer noch wunderlicher erscheinen ließ, auch die Anziehungskraft des Kristallinen, als Erklärung, Charp Chic als Übertitel, nun ja, was solls, es wurde nicht recht schlüssig. Dafür beschlich einem eine Faszination, ließ verweilen, ließ betrachten, ließ sich weiterspinnen. Ob man das nun als modische Kunst oder künstliche Mode oder zeitgeistigen Überflieger theoretischer Natur wahrnehmen soll war nicht klar. Das Einzelprojekt outete sich noch als ein Teil einer Ausstellungspraktik an verschiedenen Orten zum Thema Glanz und Verderben. Feiern wir unsere Dekadenz oder träumen wir Märchen von tausend und einer Nacht? Dem Alltag konnte man jedenfalls elegant entrinnen, obwohl der zunehmend auch schon irrational genug ist.